15.02.2018

Maori Kultur in Neuseeland: Interview mit GOzealand! Alumnus Matthias

Matthias hat vor vier Jahren sein Auslandsstudium an der Auckland University of Technology (AUT) in Neuseeland über GOzealand! organisiert. Bis heute prägen ihn die Erfahrungen, die er dort gesammelt hat – insbesondere der Kontakt zur Maori Kultur. Auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland engagiert er sich im europäischen Whānau Council und bleibt so in Kontakt mit Gleichgesinnten und anderen Alumni der AUT. Im Interview erzählt der von seinen Erlebnissen und gibt Tipps für zukünftige Studenten.

Hallo Matthias, du hast 2013-14 dein Auslandsstudium an der AUT über GOzealand! organisiert. Mit einigen Jahren Abstand, was denkst du, hat dir das Jahr in Auckland gebracht und wie hat es dein Leben verändert?
Während eines Auslandsjahres entwickelt man sich natürlich persönlich weiter, klassischerweise hört man immer wieder von „verbessertem Englisch“, „Selbstständigkeit“ und „schönen Erinnerungen“, für mich geht das aber noch viel tiefer. Ich habe im Rahmen des Kurses „Te ara pou - Leadership“ viel über Persönlichkeitstypen und deren Stärken und Schwächen gelernt. Dabei lernt man unheimlich viel über sich selbst, kann aber auch viel mit ins Alltägliche und später ins Berufsleben nehmen. Für mich persönlich bedeutet es, dass ich teamfähiger, zielstrebiger und kommunikationsstärker bin. Zusätzlich kann man das Netzwerk, das man während eines solchen Aufenthalts erschließt, unheimlich viel Positives ziehen.

Was hat dir besonders an Auckland und Neuseeland gefallen?
Neben der fabelhaften Natur (Unbedingt auf den Great Walks wandern gehen!) in Neuseeland beeindruckt mich das positive Miteinander aus den Maori, Ureinwohner Neuseelands, und den Kiwis. Viele Kulturen weltweit geraten in Vergessenheit und sterben nach und nach aus. Ganz anders ist das in Neuseeland, wo die Kultur der Maori sich mit der Zeit entwickelt und ihren Platz im Alltag gefunden hat.

In Bezug auf das Studium, was zeichnet die AUT aus?

Die Betreuung durch das International Office erleichtert einem vieles ungemein. Ich habe natürlich keinen direkten Vergleich zu andere Universitäten, aber keine Wünsche und keine Frage sind offen geblieben. Daneben hört man hier nicht nur von der Maori Kultur, sondern hat die einmalige Möglichkeit, sie über das ganze Semester zu leben.

Bei der O’week hast du an der Noho Marae teilgenommen. Beschreibe doch kurz, was genau das ist und was dabei passiert.
Während des Noho verbringt man ein Wochenende im Marae, so nennt man ein traditionelles Maori Dorf, auf dem Campus. Man lernt die anderen Internationals unheimlich gut kennen und bildet Freundschaften und Gruppen für das ganze Semester. Daneben lernt man von Maoris die Maori Kultur, ihren Glauben, Spiele, Tänze & Gesänge und Benehmen. Für ein Wochenende ist man Maori und danach Teil der „Whanau“ (=Familie).

Wie kann man sich dafür bewerben?

Hier muss man schnell sein, da es immer einen enormen Run auf die begrenzten Plätze gibt. Meldet euch einfach bei eurem Kontakt im International Office, sie werden euch sagen, ob es noch Vakanzen gibt.

Welche anderen Möglichkeiten gibt es an der AUT, sich mit der Maori Kultur auseinanderzusetzen?
Neben dem Noho Wochenende gibt es noch viele Möglichkeiten. Wenn man die Möglichkeit hat sollte man auf Versuchen einen der Kurse in der Fakultät für Maori Studies zu belegen (z.B. Te ara pou – Leadership oder Introduction to conversational Maori). Außerdem gibt es im Marae einmal pro Woche Mittag- und Abendessen für kleines Geld, bei dem man mit Maoris in Kontakt kommt und auch die ein oder andere Tanz- und Gesangsvorführung zu sehen bekommen kann.

Der Familiengedanke steht bei den Aktionen wie dem International student Noho Marae weekend ja im Vordergrund und auch nach dem Auslandsaufenthalt treffen sich die Ehemaligen. Du engagierst dich seit deinem Auslandsaufenthalt im AUT European Whānau Council in Deutschland. Was genau machst du dort?
Als Vorsitzender der deutschen Whanau habe ich im letzten Jahr mit der Hilfe Anderer das jährliche europaweite Treffen mit über 60 Alumni in Berlin organisiert. Ich versuche Menschen zusammenzubringen und Treffen von ehemaligen Studenten der AUT in ganz Deutschland zu organisieren. Wir haben uns zum Ziel gesetzt einmal monatlich in Deutschland ein treffen zu organisieren, der Schweizer Gruppe mit der Organisation des diesjährigen Reunion meetings zu helfen und den „Neuen“ den Übergang von ihrem Auslandssemester in unsere Gruppe zu erleichtern.

Was empfiehlst du neuen Studenten an der AUT?
Nehmt auf jeden Fall am Noho Marae Wochenende teil und bleibt danach über unser Netzwerk mit euren Freunden in Verbindung (und lernt noch mehr Whanau kennen).

Du hast Lust bekommen, ebenfalls ein Semester oder komplettes Studium in Neuseeland zu verbringen? Dann informiere dich gleich bei unseren Studienberaterinnen Sabrina und Sonja über deine Möglichkeiten. Eine Schritt-für-Schritt Anleitung für die Bewerbung findest du unter www.gozealand.de/3steps.

Das Profil der AUT, an der Matthias studiert hat, findest du unter www.gozealand.de/aut.