Studieren in Neuseeland: Das neuseeländische Studiensystem


Neuseeland gehört noch nicht zu den typischen Ländern für ein Auslandsstudium im englischsprachigen Raum. Gerade das macht es jedoch um so spannender. Die Kultur des Landes bietet einen reizvollen Kontrast zwischen den eingewanderten Europäern und den Maori, den polynesischen Ureinwohnern. Und spätestens seit "Herr der Ringe" lässt sich erahnen wie faszinierend die neuseeländische Landschaft ist.

Das Ausbildungsniveau befindet sich auf einem sehr hohen Niveau. Die Qualität der Lehre wird durch staatlich festgelegte Standards gesichert und garantiert erstklassige Lernbedingungen. Auch auf Praxisnähe wird bei den Kiwis viel Wert gelegt. Dabei ist das System flexibel und bietet zahlreiche Möglichkeiten an Studienprogrammen und Abschlüssen.

Das Studiensystem in Neuseeland ist in Undergraduate und Postgraduate Studies aufgeteilt. Im Undergraduate Bereich kann man nach dem High School Abschluss, bzw. dem Abitur einen 6-10 semestrigen berufsqualifizierenden Bachelorabschluss erwerben, der ja nach Fach unterschiedlich lang dauert.

Nach dem Bachelor Degree besteht die Möglichkeit des Wechsels in ein Masterstudium, das in der Regel 1-2 Jahre dauert. Das Masterstudium baut auf den Inhalt des Bachelors auf.

Und es gibt noch mehr gute Gründe für ein Auslandsstudium im Südpazifik.

Berechenbarkeit

Prinzipiell werden pro Semester 60 credit points (= 30 ECTS) belegt , was i.d.R. 4 Kursen entspricht - dies klingt für deutsche Studenten oft wenig . Die Vorlesungen werden aber häufig von einem jeweils 2-stündigen Tutorium begleitet, in dem die Theorie mit der Praxis verknüpft und die Teilnehmer aktiv gefordert werden. So müssen bereits während des Semesters kontinuierlich diverse Leistungen erbracht werden, die prozentual in die Endnote eingerechnet werden. So kann sich beispielsweise die Endnote aus 3 Essays (jeweils 15%), einem Vortrag (10%) und der Endklausur (45%) zusammensetzen. Der Vorteil speziell für internationale Studenten liegt darin, dass einzelne schlechte Leistungen durch andere ausgeglichen werden können und man nicht zu 100% auf die Endklausur angewiesen ist.

Einen weiteren Vorteil der Tutorien sehen unsere Studenten in der nachhaltigen Wissensvermittlung durch die aktive Bearbeitung des Lehrmaterials über ein komplettes Semester.

Finanzierbar

Die Studiengebühren unterscheiden sich in Neuseeland je nach Hochschule und Studiengang. Dabei bleiben sie aber unter dem Niveau amerikanischer oder australischer Hochschulen.

Eine Förderung durch Auslands-BAföG ist generell möglich. Wer bereits in Deutschland BAföG erhält, hat besonders gute Chancen auf eine Förderung. Ein Antrag lohnt sich in jedem Fall!

Die Lebenshaltungskosten in Neuseeland liegen zudem unter deutschen oder australischen Verhältnissen, was sicher jeden studentischen Geldbeutel freut!

Dienstleistungsorientiert

Durch die Studiengebühren, die von internationalen und neuseeländischen Studenten bezahlt werden müssen, sind die neuseeländischen Universitäten hinsichtlich ihrer Angebote wesentlich dienstleistungsorientierter als Universitäten anderer Länder. So besitzen die meisten Universitäten Einrichtungen, die gerade für internationale Studenten sehr interessant sind. So gehören Hilfe bei der Unterkunfts- oder Jobsuche sowie psychologische Beratungseinrichtungen zum Standard jeder Universität. Auch werden kostenlose Kurse angeboten, in denen Studenten auf das Schreiben von akademischen Arbeiten, etc. vorbereitet werden. Die meisten Professoren verfolgen eine "open door policy", das heißt, die Studenten können jederzeit ohne Voranmeldung vorbei kommen und Fragen stellen. Hier zeigen sich insgesamt deutliche Vorteile gegenüber den Bildungssystemen vieler anderer Länder.

Hochwertig

Staatliche festgelegte Standards garantieren in Neuseeland die Qualität des Studiums. Seit 2002 gehören strenge gesetzliche Kontrollen zum Standardprogramm. Damit soll unter anderem garantiert werden, dass internationale Studenten umfassend informiert und versorgt werden.

Es gibt keine Massenuniversitäten, wie es in Deutschland häufig üblich ist. Das akademische Lehrpersonal ist außerdem sehr engagiert und versucht, den Wünschen der Studenten in jeglicher Hinsicht nachzukommen. In erster Linie verstehen sich die Universitäten als Dienstanbieter für ihre Studenten und das macht sich bemerkbar!

Hinzu kommen viele interessante Forschungsaktivitäten, die den Studenten ganz neue Möglichkeiten und Horizonte eröffnen.

Neben diesen traumhaften Studienbedingungen bietet das Land der Kiwis sowohl landschaftlich als auch in Sachen Freizeitmöglichkeiten eine so breite Vielfalt wie sonst kaum irgendwo auf dieser Welt. Einfach
"corker" wie die Kiwis sagen würden.


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